Berichte von 03/2019

Urlaub in der Bretagne

06März2019

Louhans, 03.03.2019

 

Bonjour & Guten Tag,

 

da melde ich mich auch mal wieder und werde ich diesem Post über meine Ferien und den Fasching an meiner Schule berichten (könnte ein langer Text werden)!

 

Der letzte Post ist am 30.01. online gegangen, also genau einen Tag vor der Halbzeit! Ja, richtig gehört, mittlerweile bin ich schon länger in Frankreich, als ich noch bleiben werde (falls das deutsch ist und man es verstehen kann).

Mittlerweile ist es sogar schon ein halbes Jahr und manchmal bin ich überwältigt, wie schnell die Zeit vergeht, wie gut ich die Sprache verstehe und wie viel ich hier schon erleben und sehen durfte!! Das ist wirklich unglaublich und es war definitiv eine super Entscheidung, diesen Freiwilligendienst zu machen. laughing

 

 

Die letzten zwei Wochen waren hier Winterferien und ich habe mit Milena & Lisa Nantes, Rennes und Saint-Malo erkundet und es war wunderschön und wir hatten beide Wochen nur Sonne!

 

Zuerst ging es mit Milena nach Nantes, was noch nicht in der Bretagne liegt, aber anscheinend einmal lag, denn auf jeder Postkarte steht „Bretagne“ drauf.

Am 1. Tag sind wir ins „Château des ducs de Bretagne“ gegangen, welches sehr, sehr, sehr viele Räume hatte und sogar eine Rutsche an der Außenmauer entlang, die aber zu unserer Enttäuschung geschlossen war. undecided

 

Am 2. Tag waren wir shoppen und ich habe endlich ein paar Utensilien für mein Faschingskostüm gefunden. Außerdem sind wir in die Trampolinhalle gegangen, was super lustig aber auch anstrengend war. tongue-out

Am 3. Tag waren wir bei den „Machines de l‘ Île“. Dort gibt es einen riesigen Elefanten, mit dem man „fahren“ kann. Dieser hat zwar Unterstützung durch Reifen, kann aber trotzdem seine Beine bewegen, sowie seinen Rüssel (mit dem er auch Wasser gespritzt hat) und seinen Mund. Es war echt mega! Es gab auch noch ein Karussell mit 3 Etagen, welches die 3 Schichten des Meers darstellen sollte. Die Figuren waren echt toll gemacht und eine Runde gefahren sind wir natürlich auch!

Am selben Tag haben wir uns noch Fahrräder an einer der in der Stadt verteilten Stationen genommen und haben eine kleine Tour am Ufer der „Erdre“ gemacht.

 

Am 4. Tag waren wir richtig im Ferienmodus und haben einfach mal ausgeschlafen und uns mit einer Bootstour auf der „Erdre“ einen entspannten Tag gemacht.

Am 5. Tag ging es nach Le Croisic und damit an den Atlantik! Da es mittags noch bewölkt war, entschlossen wir uns zuerst in „Océarium“ zu gehen, in dem vor allem das Haibecken beeindruckend war! Im Museumsshop haben wir eine lebende Krabbe auf dem Boden krabbeln sehen und waren so erschrocken, dass wir erstmal nicht wussten, ob wir es melden sollten. Wir haben es natürlich doch gemacht und die jüngere der beiden Verkäuferinnen war genauso geschockt und hilflos wie wir, ihre ältere Kollegin hat sich aber einfach ein Taschentuch genommen und die Krabbe in die Hand genommen! surprised

Nach diesem kleineren „Zwischenfall“ ging es dann aber wirklich an den Strand, denn nun war auch endlich die Sonne rausgekommen. Es war windig, aber dennoch schön, die Schuhe ausziehen zu können. Wir haben Muscheln gesammelt und mit den Füßen das Wasser getestet- es war kalt! Auf jeden Fall ein Ausflug, der sich gelohnt hat! smile

#DieGloreichenontopoftheworld

 

Am nächsten Tag hieß es „Au revoir Nantes & Bonjour Rennes“!

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Air BnB, zogen wir los, um uns einen ersten Eindruck der Stadt zu verschaffen. Uns fiel sofort auf, dass Rennes eine Studentenstadt ist, überall in den Cafés saßen junge Leute und mir kam die Stadt voller vor als Nantes.

Am Abend holten wir dann Lisa vom Bahnhof ab und gingen erstmal einkaufen. Am Abend funktionierte dann auch doch tatsächlich der ARD-Livestream, sodass wir den deutschen ESC-Vorentscheid schauen konnten.

Am 2. Tag waren wir im „Parc Thabor“, der wunderschön war! Sogar die Krokusse haben schon geblüht und das im Februar! Beim anschließenden Besuch eines Bücherladens musste ich mir erstmal 2 Bücher kaufen. Als wir diesen wieder verließen, passierte das, wovor man uns im „Office de Tourisme“ gewarnt hatte: die Demo der „Gilets Jaunes“ lief ein wenig aus dem Ruder! In großen Städten muss man an Samstagen mittlerweile echt aufpassen und die Innenstadt meiden. Und, wie ich in den Nachrichten gelernt habe, sind die Kosten für die Aufräumarbeiten enorm hoch und müssen von der Stadt getragen werden.

Nichtsdestotrotz kamen wir noch rechtzeitig zum Planetarium um uns die Vorstellung „L’espace et l’homme“ (Der Mensch und der Weltraum) anzuschauen. Da die Vorstellung für Grundschüler gedacht war, verstanden auch wir alles und bei sowas wird einem wieder bewusst, wie klein und unbedeutend man eigentlich ist.

Die eigentlichen Randalierer/Krawallmacher sind die im Anzug!

Am 3. Tag waren wir im „Musée de Bretagne“, wo wir uns mal wieder im Englisch lesen übten und etwas über die Geschichte der Bretagne lernten. Anschließend waren wir noch in den Planetariumsvorstellungen „Le système solaire“ (Das Sonnensystem) und „Destination Lune“ (Ziel Mond). Beide waren echt super und in allen 3 Vorstellungen wurde über die erste Landung auf dem Mond geredet und mir tut der 3. der Astronauten immer noch Leid, der nicht den Mond betreten durfte. Da ist man schon mal oben und muss dann im Orbit bleiben!

 

Am nächsten Tag ging es dann in die letzte Stadt: Saint-Malo! laughing

Natürlich ging es sofort an den Strand und die Temperatur des Wassers mit den Füßen testen. Wir waren alle begeistert, endlich am Meer zu sein und die Innenstadt ist auch niedlich, aber ein wenig überteuert. Am Abend haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut, was während der Tage in Saint-Malo zu einer kleinen „Tradition“ wurde.

 

Am nächsten Tag ging es zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs: dem Mont-Saint-Michel!!

Als wir ankamen, war es noch relativ leer und wir konnten die Aussicht auf das Meer und den Rundgang durch die Abtei genießen. Es war sehr beeindruckend, aber vor allem WARM!! In der Sonne hat es sich wie Hochsommer angefühlt und man wusste nicht mehr, wozu man Schal und Jacke überhaupt mitgenommen hatte.

Nach diesem Ausflug waren wir alle ziemlich k.o. und genossen, zurück in Saint-Malo, nur noch den Sonnenuntergang.

Aber die Abende waren auch besonders toll, denn wir haben es uns mit Cidre, Orangina, Fromage Blanc und Eis richtig gut gehenlassen und nebenbei wurde Rommé gespielt! tongue-outinnocent

 

Am nächsten Tag haben wir eine Wanderung gemacht und auch wenn wir geschwitzt haben ohne Ende war die Aussicht doch atemberaubend! Auf dem Rückweg lagen die Leute in Bikini und Badehose am Strand oder sind sogar baden gegangen- im Februar! Weil das Wetter so schön war, haben auch wir uns erstmal ein Eis gegönnt. smile

An unserem letzten Tag war das Wetter nicht mehr so sonnig und warm, aber der Wind und Nieselregen tat auch mal gut, schließlich ist ja nicht August. Wir nutzten den letzten Tag, um am Strand über Felsen zu klettern und den Strand in die andere Richtung zu erkunden. Nur das eigentliche Ziel, eine Insel, konnten wir nicht erreichen, weil leider Flut war. Wir haben auch noch „Kouign Amann“, eine regionale Spezialität, probiert.

 

Uns war die Idee gekommen, eine Flaschenpost zu schreiben, also verfassten wir eine Nachricht auf französisch, englisch und deutsch und warfen sie am Abend ins Meer! Mal schauen, ob wir jemals eine Antwort erhalten werden.

Leider mussten wir dann schon Koffer packen, denn am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen, um unseren Zug zu schaffen. cry

In Paris hatten wir dann 5 Stunden Aufenthalt, weswegen wir uns entschlossen, nochmal auf den Eiffelturm zu gehen. Von dem Ausblick kann man gar nicht genug bekommen!!

 

Jetzt sind die Ferien auch schon wieder vorbei und ich muss sagen, es war echt ein toller und vor allem ein lustiger Urlaub!

 

Und hier noch ein paar Impressionen vom Karneval in meiner Schule:

 

À bientôt!