Au revoir

02Juli2019

                                                                                                                                  Eisenach, 02. Juli 2019

 

                                                        It’s not a trip or vacation, it’s a second life.

 

Jetzt ist es also vorbei – 10 Monate in einem anderen Land, mit neuer Kultur, einer anderen Sprache, neuen Menschen, neuen Erlebnissen und Erfahrungen sollen jetzt einfach so zu Ende sein? Man soll nach 10 Monaten alle(s) zurücklassen, was man gefühlt gerade erst kennengelernt hat? Und was sagt man, wenn man nach seiner Zeit im Ausland gefragt wird? „Es war schön?“ Ein Wort könnte doch niemals meiner wunderschönen, verrückten, erlebnis-und lehrreichen und manchmal auch schwierigen Zeit gerecht werden (selbst diese 5 Wörter können dies nicht)!

 

Im September kamen wir mit vielen Erwartungen und vielleicht auch mit ein wenig Angst nach Drübberholz zum 1. Seminar. Wir wurden das erste Mal mit der Zielsprache konfrontiert, lernten andere Freiwillige kennen und sprachen ein wenig über Kulturunterschiede.

 

Und dann ging es nach Frankreich / Deutschland und unser Abenteuer begann!!

 Wir kamen in ein neues Land, deren Sprache wir nur mehr oder weniger gut beherrschten, in eine neue Stadt, in der wir niemanden kannten und in ein neues Umfeld, an das wir uns erst gewöhnen mussten. Der Anfang war schwer! So ganz alleine ohne die Familie oder Freunde und eine Sprache, in der man (zumindest ich) erstmal relativ wenig verstand.

 Doch wir wuchsen mit unseren Aufgaben! Unsere Sprachkenntnisse wurden besser, wir lernten neue Leute kennen und gewöhnten uns an unsere Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung. Irgendwie wurde das Leben in Frankreich/Deutschland zum Alltag.

Doch natürlich gab es nicht nur die Schule in unserem Leben. In den Ferien hatten wir die Möglichkeit, die Familie zu besuchen oder unsere neue Heimat zu entdecken. Für mich persönlich ging es in insgesamt 6 Wochen Ferien (ohne Weihnachten) und an diversen Wochenenden u.a. nach Paris, Nantes, Rennes, St.Malo, Nice, Marseille, Toulouse, Bordeaux, Dijon und Lyon! Die ganzen kleinen Städte, die keiner kennt, lasse ich jetzt mal weg. Manchmal kann ich es gar nicht glauben, wie viel ich in diesem Jahr gesehen habe! Wahrscheinlich mehr als die meisten Franzosen. Es waren schöne Städte, mit leckeren Spezialitäten und vielen Sachen zum entdecken.

 Diese Reisen habe ich nicht alleine gemacht, sondern mit Mädels, die ich durch die Seminare kennengelernt habe. Wir hatten unnormal viel Spaß, haben gelacht und gesungen ohne Ende und ich bin euch so dankbar, dass wir das alles zusammen gemacht haben. Ohne euch wären die Reisen nicht mal halb so schön gewesen!

 

In den letzten Wochen hat man gar nicht so wirklich realisiert, dass die Zeit fast vorbei ist! Für mich war es normal, morgens mit einem fröhlichen „Bonjour“ in die Schule zu kommen, die Kinder ihre Wochentage rezitieren zu hören, die deutsche Kultur zu vermitteln und bei den Hausaufgaben zu helfen. Man wollte gar nicht wahrhaben, dass der Abschied naht und man sich von den Kindern verabschieden muss, ohne zu wissen, ob/wann man sie wiedersieht.

 

Und vor dem letzten Tag kommt das Grauen: Koffer packen!!!

Nach 10 Monaten ist es nicht leicht, alles in den Koffer zu bekommen, die Bilder abzunehmen und das Zimmer plötzlich so leer zu sehen. Alles wird 5 Mal umgepackt und (kaputte) Sachen in den Müll geschmissen, damit auch ja alles in den Koffer passt und die Frage, wie man diesen Koffer nur in den Zug wuchten soll, stellt man sich sowieso.

 Und dann ist er da: der letzte Tag! Für mich war es schwer realisierbar und irgendwie befand ich mich wie in Trance. Sich von den Lehrern zu verabschieden war nicht einfach, aber dann kommen die Kindergartenkinder, die man ein Jahr begleitet hat und wachsen hat sehen und sagen dir, dass du ihnen fehlen wirst! Das war für mich der schwierigste Moment!!

Und ja, sie fehlen mir auch!

 

„Whatever happened, we left a part of our heart wherever our new home was. So yes, we call a place we’ve lived for only ten months our home!”

 

Es war ein mulmiges Gefühl, am Bahnhof zu stehen mit all seinem Gepäck und an das, was das letzte Jahr passiert ist, zu denken. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mir die Arbeit so viel Spaß machen würde, dass ich so wundervolle Menschen kennenlernen würde oder dass ich so viel reisen würde. Mir schwirren so viele Gedanken durch den Kopf, bei denen ich nicht weiß, wie ich sie ausdrücken soll!

 

In der letzten Woche unseres Freiwilligendienstes stand dann das Abschlussseminar in der Nähe von Valence statt. Es war echt schön, nochmal alle Freiwilligen zu sehen und zusammen Zeit zu verbringen. Wir haben sehr viel über die 10 Monate im Ausland reflektiert, haben darüber geredet, was wir gelernt und für uns und die Zukunft mitgenommen haben. Außerdem ging es um die Zeit nach dem Freiwilligendienst und wie wir von unseren Erlebnissen erzählen können.

Durch die Hitze wurde auch viel Zeit am Fluss verbracht und für die Deutschen gab es noch ein letztes Mal gutes französisches Essen und Wein!

 

Und dann ging es wieder in die Heimat. Der Abschied war traurig, es flossen ein paar Tränen und irgendwie fühlte man sich zwiegespalten. Auf der einen Seite freute man sich auf zuhause, auf der anderen Seite hätte man lieber noch mehr Zeit im Gastland verbracht.

Es ist schön wieder daheim zu sein, auch wenn ich noch nicht ganz angekommen bin und realisiert habe, dass Frankreich vorbei ist und ich nicht in zwei Wochen wieder zurückfahre. Ich werde noch ein bisschen brauchen, um wieder richtig anzukommen und hoffe, dass ich dafür die Zeit finden werde.

 

Ich bin so unglaublich froh und dankbar, dass ich dieses Abenteuer erleben durfte! Ich habe so viel über mich selbst, meine Herkunft, eine neue Kultur und Sprache gelernt und nebenbei wundervolle Menschen getroffen, die diese Zeit noch schöner gemacht haben. Ich bin selbstsicherer geworden, kann mit einer Klasse umgehen, habe gelernt, Telefonate zu führen (auf deutsch & französisch) und weiß jetzt, was ich in meinem Leben machen möchte.

Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte und ich bin stolz auf mich, dass ich diese 10 Monate gemeistert habe, auch wenn es nicht immer leicht war!!

 

„A country with a language we don’t speak, people we don’t know and food we don’t eat became home.

 

Jetzt heißt es, in die Zukunft zu schauen: es gibt neue Projekte und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber ich stehe ihnen positiv gegenüber!

 

Et à la fin: Merci à tous ceux qui étaient dans mon groupe de séminaire! Vous êtes trop cool et c’était un plaisir de vous rencontrer! Bonne chance pour la suite, vous allez me manquer!

 

ein kleines Lebenszeichen

25Mai2019

Louhans, 25.05.2019

 

Hier nur ein paar Fotos von der letzten Zeit, einfach weil's so schön war und wir versuchen, die Zeit, die uns noch bleibt, ordentlich zu nutzen!

 

 

* Musikprobe in Seurre und 08. Mai (Feiertag in Frankreich)

Ich bin froh, nicht mit Geige angefangen zu haben!

* Nach 9 Monaten in Frankreich, haben wir es dann auch tatsächlich auf den Tour Philippe le Bon in Dijon geschafft!

 

* Am letzten Wochenende ging es dann nach Strasbourg zum Tag der offenen Tür im Europaparlament! Es war sehr informativ und hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Und deswegen nicht vergessen: AM 26. MAI FÜR EUROPA WÄHLEN GEHEN!!!!! Und natürlich auch für die Kommunalwahlen in Thüringen!! Setzt ein Zeichen gegen rechts und für ein vereintes Europa! Danke

 

 

Un tour au sud de la France

30April2019

Louhans, 30.04.2019

 

Wie versprochen folgt heute der Post über meine Osterferien, die ich im Süden Frankreichs mit einem Städtetrip verbracht habe. Natürlich habe ich das alles nicht alleine gemacht, sondern mit 3 wunderbaren Mädels, die ich im Laufe dieses Jahres kennengelernt habelaughing

Gleich am ersten Samstag ging es los nach Nizza! Die Reise war ziemlich lang, was noch verschlimmert wurde durch einen völlig überfüllten Regionalzug, in dem wir 1 1/2 Stunden auf dem Boden hocken durften. Aber angekommen sind wir trotzdem und da wir nicht viel Zeit hatten, ging es am nächsten Tag schon los mit der Stadtbesichtigung.

Wir besuchten die russisch-orthodoxe Kirche und spazierten an der "Promenade des anglais" entlang (hier fand 2016 der Anschlag statt), wo wir dann auch den Strand und das Meer genossen. Wir stärkten uns mit "Socca", Pannkuchen aus Kirchererbsenmehl und regionale Spezialität, und erklommen den Schlossberg, von dem man eine wunderschöne Aussicht auf das Meer hatte! Da dieser in der Flugbahn zur genüge vorhandenen Flugzeugen lag, spielten wir "Fluglinien erraten".wink

Anschließend schlenderten wir durch die Altstadt und besuchten ein kleines Instrumentenmuseum. Hier waren Gitarren mit teilweise 16 Saiten und winzig kleine Violinen ausgestellt.

Zudem besuchten wir ein Café, in dem man sich auf den Wänden verewigen konnte, was wir natürlich taten!

#BFC

 

Wir entschlossen uns, den nächsten Tag in Monaco zu verbringen, was mit dem Zug ungefähr 20 min entfernt von Nizza liegt.

Die Yachten, Formel1-Tribüne, Palmen und das Meer sind schon beeindruckend!!

Zuerst ging es zum "Palace Princier" von Prinz Albert und seiner Familie. Im Vergleich zum Buckingham Palace ist dieser wirklich klein. Aber die Wachen haben eine schöne Uniform und wir konnten auch einen Wachenwechsel sehen.

Anschließend ging es in einen kleinen Park, wo wir entspannten und die Sonne genossen. Unsere Füße konnten wir im Mittelmeer abkühlen, aber ganz rein trauten wir uns (noch) nicht.

Monaco ist sehr sauber und gepflegt, nirgendwo sieht man Hundehaufen und alles wirkt wie neu gebaut. Überall sieht man Videokameras, die für Sicherheit sorgen sollen.

 

Am nächsten Tag ging es auch schon weiter nach Marseille!

Dort stiegen wir zuerst den Berg zur "Notre Dame de la Garde" hinauf. Von dort hatte man eine tolle Aussicht und konnte realisieren, wie groß die Stadt eigentlich ist. Immerhin ist Marseille nicht nur die älteste, sondern auch die zweitgrößte Stadt Frankreichs!!

Wir besuchten auch das "Musée de la Civilisation d'Europe & Méditéranitée" (MUCEM), welches gut gestaltet ist! Der Rundgang draußen lohnt sich vor allem für die Aussicht auf den "Vieux Port".

Hier wagten wir den Sprung ins 14° kalte Mittelmeer, auch wenn es nur für 2 Minuten war!laughing

Marseille ist eigentlich eine schöne Stadt, aber leider unglaublich dreckig und für die Geruchsnerven nicht gerade angenehm!

 

Anschließend ging es weiter nach Toulouse! Ab hier waren wir dann endlich mit dem Auto unterwegs. Leider waren die Parkplätze so teuer, das wir unsere Ausflüge nach den Tagen richteten, an denen man nicht bezahlen musste.

Zuerst ging es nach Carcassonne, eine alte Festung/Burg, die 2 Stadtmauern hat. Diese sind ziemlich beeindruckend. Hier besuchten wir auch das Museum, denn für uns sind diese meistens kostenlos!wink

Baumliebe

Am nächsten Tag besuchten wir das Airbus Werk, was sehr spannend war. Ich bin immer so erstaunt, wie groß Flugzeuge tatsächlich sind, wenn man neben ihnen steht!smile

Danach ging es in die Innenstadt und zum "Capitole" und zur "Basilique St Sernin". Am Abend chillten wir uns dann mit einer Flasche Wein an die Garonne und genossen den Sonnenuntergang! Es war schon komisch und schön zugleich, in der Stadt zu sein, die man in der 7. Klasse im Französischbuch kennengelernt hat!

Am Ostersonntag klingelte endlich kein Wecker- AUSSCHLAFEN!!!!! Und natürlich Osterfrühstück. Leider kam uns dann ein Stromausfall dazwischen, sodass wir für 2 Tage kein Licht, Warmwasser und keine Steckdosen nutzen konnten. Wie wir am Ende erfuhren, waren wir einfach zur dumm den Notknopf zu drücken!surprised Naja, wieder was gelernt.

Wir besichtigten noch die "Cité de l'espace", wo sich alles um Raumfahrt und das Weltall dreht. Es war super spannend und der Besuch im Planetarium durfte natürlich nicht fehlen!

Neil Armstrong über den Mond! Zitat des Jahrhunderts!!

 

Am nächsten Tag kam einer der schönsten Ausflüge dieses Urlaubs: Wandern in den Pyrenäen! Wir erklommen 700 Höhenmeter und bewunderten die Sicht auf die Berge auf unserem Gipfel in 1950m Höhe. Nach der Wanderung entschlossen wir uns noch einen kleinen Abstecher nach Spanien zu machen.

Auf dem Gipfel!

Und dann kam auch schon der letzte große Punkt unserer Reise: Bordeaux!

Bevor es in die Stadt ging, besichtigten wir noch die "Dune du Pilat", die größte Düne Europas mit 117m!

Das Hochlaufen war wahnsinnig anstrengend, dafür macht das Runterrennen umso mehr Spaß!!laughing Hier waren wir dann auch im Atlantik baden.

Am nächsten Tag wurde dann Bordeaux besichtigt. Aus dem Bus ausgestiegen standen wir auf der Pont St Pierre und das Ufer sah aus wie London. Natürlich fehlte die Tower Bridge und das Lodnon Eye. Wir machten eine kleine Stadttour mit unglaublich vielen Stadttoren! Mir gefiel Bordeaux von allen Städten am besten, leider hatten wir ein bisschen zu wenig Zeit.

 

Dann waren die Ferien auch schon fast vorbei. Doch bevor es zurück nach Louhans ging, machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Clermont-Ferrand!

Leider war das Wetter zu schlecht um den Puy de dôme zu besteigen, also besichtigten wir die Stadt und aßen in einem richtig coolen Café. Und wir mussten den leeren Spielplatz ausnutzen!laughing

Am Samstag ging es dann zurück nach Louhans und jetzt ist wieder Schule.

Ich habe in diesen Ferien so viel erlebt, so viele wunderschöne Sachen gesehen und so viel Spaß gehabt, dass ich am liebsten alles noch einmal erleben will! Ich bin so dankbar, das alles hier erleben zu dürfen, mit so tollen Menschen, die genauso verrückt sind wie ich, sodass man sich auch mal über Franzosen lustig machen kann!laughing Und die dieselben Probleme haben und immer bereit sind, dir Tipps und Ratschläge zu geben. Danke dafür und auch für die wunderschöne Reise!kiss

 

Jetzt bleiben mir nur noch 8 Wochen hier in Frankreich und das macht mich ein wenig traurig. Nichtsdestotrotz versuche ich, die verbleibende Zeit zu genießen und so viel wie möglich noch zu sehen und zu erleben!

Ein kleines Update

02April2019

Louhans, 02. April 2019

Bonjour à tous,

Ich möchte hier keinen großen Eintrag verfassen ( der kommt nach den Ferien) sondern nur ein kleines Update geben!

Mittlerweile ist der Frühling hier in Frankreich angekommen und die Landschaft ist mit den vielen Blumen wunderschön!

 

Letzte Woche stand das 3. Seminar vom OFAJ/DFJW an, welches in Wasserburg am Bodensee stattfand. Die Hinfahrt war eine einzige Katastrophe *hust* Deutsche Bahn *hust* surprised und wir standen kurz vor einem Nervenzusammenbruch, sind schließlich aber doch angekommen.

Kleiner Zwischenstopp in Stuttgart

Unser Schülerheim lag direkt am Bodensee und hatte einen Steg, sodass die Waghalsigen unter uns bei 8 Grad Wassertemperatur schwimmen gehen konnten und auch ein Ruderboot stand zur Verfügung. Zum Glük spielte auch das Wetter mit, denn so konnten wir einen Ausflug nach Bregenz (Österreich) unternehmen und auf den Pfänder wandern. Es war unglaublich anstrengend, aber die Aussicht auf die Berge und den Bodensse und das Eis haben auf jeden Fall entschädigt!

Die Seminare sind immer sehr schön und vor allem lustig (und vielleicht sogar mit das Beste am Freiwilligendienst) und vergehen leider viel zu schnell!cry Deswegen hieß es nach einer Woche leider schon wieder Abschied nehmen bis zum nächsten und letzten Seminar Ende Juni.

Ich blieb noch den Rest des Wochenendes am Bodensee, um meinen Geburtstag zu feiern und die Zeit mit der Familie zu genießen!!laughing

 

Jetzt stehen noch 2 Wochen Schule an, bevor es dann ans Mittelmeer geht!smile

Urlaub in der Bretagne

06März2019

Louhans, 03.03.2019

 

Bonjour & Guten Tag,

 

da melde ich mich auch mal wieder und werde ich diesem Post über meine Ferien und den Fasching an meiner Schule berichten (könnte ein langer Text werden)!

 

Der letzte Post ist am 30.01. online gegangen, also genau einen Tag vor der Halbzeit! Ja, richtig gehört, mittlerweile bin ich schon länger in Frankreich, als ich noch bleiben werde (falls das deutsch ist und man es verstehen kann).

Mittlerweile ist es sogar schon ein halbes Jahr und manchmal bin ich überwältigt, wie schnell die Zeit vergeht, wie gut ich die Sprache verstehe und wie viel ich hier schon erleben und sehen durfte!! Das ist wirklich unglaublich und es war definitiv eine super Entscheidung, diesen Freiwilligendienst zu machen. laughing

 

 

Die letzten zwei Wochen waren hier Winterferien und ich habe mit Milena & Lisa Nantes, Rennes und Saint-Malo erkundet und es war wunderschön und wir hatten beide Wochen nur Sonne!

 

Zuerst ging es mit Milena nach Nantes, was noch nicht in der Bretagne liegt, aber anscheinend einmal lag, denn auf jeder Postkarte steht „Bretagne“ drauf.

Am 1. Tag sind wir ins „Château des ducs de Bretagne“ gegangen, welches sehr, sehr, sehr viele Räume hatte und sogar eine Rutsche an der Außenmauer entlang, die aber zu unserer Enttäuschung geschlossen war. undecided

 

Am 2. Tag waren wir shoppen und ich habe endlich ein paar Utensilien für mein Faschingskostüm gefunden. Außerdem sind wir in die Trampolinhalle gegangen, was super lustig aber auch anstrengend war. tongue-out

Am 3. Tag waren wir bei den „Machines de l‘ Île“. Dort gibt es einen riesigen Elefanten, mit dem man „fahren“ kann. Dieser hat zwar Unterstützung durch Reifen, kann aber trotzdem seine Beine bewegen, sowie seinen Rüssel (mit dem er auch Wasser gespritzt hat) und seinen Mund. Es war echt mega! Es gab auch noch ein Karussell mit 3 Etagen, welches die 3 Schichten des Meers darstellen sollte. Die Figuren waren echt toll gemacht und eine Runde gefahren sind wir natürlich auch!

Am selben Tag haben wir uns noch Fahrräder an einer der in der Stadt verteilten Stationen genommen und haben eine kleine Tour am Ufer der „Erdre“ gemacht.

 

Am 4. Tag waren wir richtig im Ferienmodus und haben einfach mal ausgeschlafen und uns mit einer Bootstour auf der „Erdre“ einen entspannten Tag gemacht.

Am 5. Tag ging es nach Le Croisic und damit an den Atlantik! Da es mittags noch bewölkt war, entschlossen wir uns zuerst in „Océarium“ zu gehen, in dem vor allem das Haibecken beeindruckend war! Im Museumsshop haben wir eine lebende Krabbe auf dem Boden krabbeln sehen und waren so erschrocken, dass wir erstmal nicht wussten, ob wir es melden sollten. Wir haben es natürlich doch gemacht und die jüngere der beiden Verkäuferinnen war genauso geschockt und hilflos wie wir, ihre ältere Kollegin hat sich aber einfach ein Taschentuch genommen und die Krabbe in die Hand genommen! surprised

Nach diesem kleineren „Zwischenfall“ ging es dann aber wirklich an den Strand, denn nun war auch endlich die Sonne rausgekommen. Es war windig, aber dennoch schön, die Schuhe ausziehen zu können. Wir haben Muscheln gesammelt und mit den Füßen das Wasser getestet- es war kalt! Auf jeden Fall ein Ausflug, der sich gelohnt hat! smile

#DieGloreichenontopoftheworld

 

Am nächsten Tag hieß es „Au revoir Nantes & Bonjour Rennes“!

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Air BnB, zogen wir los, um uns einen ersten Eindruck der Stadt zu verschaffen. Uns fiel sofort auf, dass Rennes eine Studentenstadt ist, überall in den Cafés saßen junge Leute und mir kam die Stadt voller vor als Nantes.

Am Abend holten wir dann Lisa vom Bahnhof ab und gingen erstmal einkaufen. Am Abend funktionierte dann auch doch tatsächlich der ARD-Livestream, sodass wir den deutschen ESC-Vorentscheid schauen konnten.

Am 2. Tag waren wir im „Parc Thabor“, der wunderschön war! Sogar die Krokusse haben schon geblüht und das im Februar! Beim anschließenden Besuch eines Bücherladens musste ich mir erstmal 2 Bücher kaufen. Als wir diesen wieder verließen, passierte das, wovor man uns im „Office de Tourisme“ gewarnt hatte: die Demo der „Gilets Jaunes“ lief ein wenig aus dem Ruder! In großen Städten muss man an Samstagen mittlerweile echt aufpassen und die Innenstadt meiden. Und, wie ich in den Nachrichten gelernt habe, sind die Kosten für die Aufräumarbeiten enorm hoch und müssen von der Stadt getragen werden.

Nichtsdestotrotz kamen wir noch rechtzeitig zum Planetarium um uns die Vorstellung „L’espace et l’homme“ (Der Mensch und der Weltraum) anzuschauen. Da die Vorstellung für Grundschüler gedacht war, verstanden auch wir alles und bei sowas wird einem wieder bewusst, wie klein und unbedeutend man eigentlich ist.

Die eigentlichen Randalierer/Krawallmacher sind die im Anzug!

Am 3. Tag waren wir im „Musée de Bretagne“, wo wir uns mal wieder im Englisch lesen übten und etwas über die Geschichte der Bretagne lernten. Anschließend waren wir noch in den Planetariumsvorstellungen „Le système solaire“ (Das Sonnensystem) und „Destination Lune“ (Ziel Mond). Beide waren echt super und in allen 3 Vorstellungen wurde über die erste Landung auf dem Mond geredet und mir tut der 3. der Astronauten immer noch Leid, der nicht den Mond betreten durfte. Da ist man schon mal oben und muss dann im Orbit bleiben!

 

Am nächsten Tag ging es dann in die letzte Stadt: Saint-Malo! laughing

Natürlich ging es sofort an den Strand und die Temperatur des Wassers mit den Füßen testen. Wir waren alle begeistert, endlich am Meer zu sein und die Innenstadt ist auch niedlich, aber ein wenig überteuert. Am Abend haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut, was während der Tage in Saint-Malo zu einer kleinen „Tradition“ wurde.

 

Am nächsten Tag ging es zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs: dem Mont-Saint-Michel!!

Als wir ankamen, war es noch relativ leer und wir konnten die Aussicht auf das Meer und den Rundgang durch die Abtei genießen. Es war sehr beeindruckend, aber vor allem WARM!! In der Sonne hat es sich wie Hochsommer angefühlt und man wusste nicht mehr, wozu man Schal und Jacke überhaupt mitgenommen hatte.

Nach diesem Ausflug waren wir alle ziemlich k.o. und genossen, zurück in Saint-Malo, nur noch den Sonnenuntergang.

Aber die Abende waren auch besonders toll, denn wir haben es uns mit Cidre, Orangina, Fromage Blanc und Eis richtig gut gehenlassen und nebenbei wurde Rommé gespielt! tongue-outinnocent

 

Am nächsten Tag haben wir eine Wanderung gemacht und auch wenn wir geschwitzt haben ohne Ende war die Aussicht doch atemberaubend! Auf dem Rückweg lagen die Leute in Bikini und Badehose am Strand oder sind sogar baden gegangen- im Februar! Weil das Wetter so schön war, haben auch wir uns erstmal ein Eis gegönnt. smile

An unserem letzten Tag war das Wetter nicht mehr so sonnig und warm, aber der Wind und Nieselregen tat auch mal gut, schließlich ist ja nicht August. Wir nutzten den letzten Tag, um am Strand über Felsen zu klettern und den Strand in die andere Richtung zu erkunden. Nur das eigentliche Ziel, eine Insel, konnten wir nicht erreichen, weil leider Flut war. Wir haben auch noch „Kouign Amann“, eine regionale Spezialität, probiert.

 

Uns war die Idee gekommen, eine Flaschenpost zu schreiben, also verfassten wir eine Nachricht auf französisch, englisch und deutsch und warfen sie am Abend ins Meer! Mal schauen, ob wir jemals eine Antwort erhalten werden.

Leider mussten wir dann schon Koffer packen, denn am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen, um unseren Zug zu schaffen. cry

In Paris hatten wir dann 5 Stunden Aufenthalt, weswegen wir uns entschlossen, nochmal auf den Eiffelturm zu gehen. Von dem Ausblick kann man gar nicht genug bekommen!!

 

Jetzt sind die Ferien auch schon wieder vorbei und ich muss sagen, es war echt ein toller und vor allem ein lustiger Urlaub!

 

Und hier noch ein paar Impressionen vom Karneval in meiner Schule:

 

À bientôt!

 

 

 

 

 

Bonne année

30Jan2019

Louhans, 30.01.2019

 

Als allererstes, auch wenn der Januar schon wieder rum ist:

Frohes neues Jahr! Happy new year! Bonne année! laughing

Wahrscheinlich sollte ich mir die Mühe machen, auf Englisch zu schreiben, damit ich nicht so aus der Übung komme, aber mir ist grade eher nach Deutsch.

Wie ich im letzten Eintrag geschrieben habe, habe ich die Weihnachtsferien zuhause in Deutschland mit meiner Familie verbracht. Am 22.12.2018 ging es mit dem Zug in Richtung Eisenach und ich muss sagen, es war schon komisch in der Bahn den Schaffner deutsch reden zu hören. Nach 10 Stunden und ausnahmsweise keiner Verspätung der DB konnte ich meine Familie nach fast 4 Monaten wieder in die Arme schließen!! Eigentlich dachte ich, es würde ungewohnt sein, wieder zuhause in meiner "alten" Umgebung zu sein, war es aber überhaupt nicht.

Die Weihnachtstage wurden zuhause im Kreis der Familie verbracht, bevor es in den Urlaub an die Ostsee ging! Ich liebe es, im Herbst/Winter ans Meer zu fahren! Es war ziemlich kalt, aber wunderschön und wir haben die erste Sturmflut des Jahres miterlebt. Wir sind zum ersten Mal nach Lübeck gefahren und ich finde, das ist ein hübsches Städtchen und ich konnte endlich Riesenrad fahren!!

 

Aus dem Urlaub zurück habe ich dann einen Tag mit meinen Freundinnen verbracht und es tat gut, sich auszutauschen und so viel zu lachen!! Falls ihr das lest: Ich vermisse euch!kiss

Dann waren die Ferien auch leider schon fast wieder zuende und es hieß wieder Abschied nehmen. Ich muss ehrlich sagen, dass es dieses mal ein wenig einfacher war, weil ich wusste, was mich in Frankreich erwartet und trotzdem habe ich mich die erstem 3 oder 4 Tage ein wenig einsam gefühlt. Es ist schon etwas anderes ob man einfach drauf los reden kann oder erst 5 min überlegen muss, wie man einen Satz formuliert!

Aber jetzt bin ich wieder im Alltag angekommen und Heimweh spielt keine große Rolle mehr.

Letzte Woche, am 22.01.2019, war der deutsch-französische Tag. ich wusste bis vor kurzem nicht einmal, dass es diesen  Tag gibt, finde es aber super, dass er eingeführt wurde, denn sonst wäre ich jetzt vielleicht gar nicht hier. Meine Organisation (OFAJ/DFJW) wurde nämlich nach dem Élysée-Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich 1963 gegründet. Ihr könnt es ja mal googeln, wenn es euch näher interessiert.

Dieser Tag war der Anlass, in der Grundschule mein Bundesland (Thüringen) vorzustellen und im Lycée (in Deutschland 10./11./12. Klasse) meine Organisation und den Freiwilligendienst im Ausland vorzustellen.

Ich hatte zuerst ein wenig Angst, diese Präsentation zu halten, schließlich ist es ja doch was anderes, ob man vor Grundschülern/Kindergartenkindern oder Jugendlichen steht. Aber wie ich in meiner Präsentation gesagt habe: manchmal muss man sich überwinden und sich etwas trauen, um weiterzukommen und zu lernen.

Die Vortäge sind gut gelaufen, die Schüler waren interessiert und hatten viele Fragen. Und wenn einige danach sagen, sie möchten diese Erfahrung auch machen, habe ich doch schon ein bisschen was erreicht!! Auch wenn alle gesagt haben, sie gehen nicht nach Deutschland. Was aber auch verständlich ist, wenn man kein deutsch, sondern spanisch in der Schule lernt.

Diesen Montag gab es dann in der Kantine noch ein deutsches Essen (Königsberger Klopse und Linsensuppe). Dazu haben wir dort deutsch und französische Flaggen und Karten sowie Bilder der deutsch-französischen Freundschaft aufgehängt (Aristide Briand/Gustav Stresemann; Charles de Gaulle/Konrad Adenauer; François Mitterrand/Helmut Kohl; Emmanuel Macron/Angela Merkel).

 

 

Anderes Thema:

Ich weiß nicht , ob das in ganz Frankreich ist, aber hier in Louhans fahren die Schulbusse nicht, wenn es schneit! Dementsprechend kommen die Schüler nicht zur Schule und es findet kein Unterricht statt.

Letzte Woche Mittwoch war dies der Fall. Es gab schon am Vorabend die Meldung, dass die Busse aufgrund von Schnee am Mittwoch nicht fahren werden. Als ich dann an besagtem Tag aufgestanden bin, lag tatsächlich Schnee - ungefähr 5cm!! In Deutschland wäre jeder Bus gefahren und die Schule wäre schon gar nicht ausgefallen aber hier halt schon.

Diese Woche dieselbe Meldung am gestrigen Abend: keine Busse und die Schule fällt wegen Schneefall aus. Jetzt ist es abends und ich kann ich euch sagen: Hier lag weder heute morgen noch jetzt ein einzige Schneeflocke!! Also alles völlig umsonst.

 

Wir haben noch 2 1/2 Wochen Schule vor den Winterferien. In diesen Ferien werden wir in die Bretagne fahren und uns Nantes, Rennes und St-Malo anschauen! Ich liebe es, hier in Frankreich zu reisen und ich will so viel wie möglich sehen! Wie die Lehrerin der Lycéens gesagt hat: Ich habe wahrscheinlich schon mehr von Frankreich gesehen als die meisten Franzosen!

 

und damit sag ich

à bientôt!!

Und zum Schluss noch dieses Bild, weil ich es einfach zu gut finde!wink

Christmas is coming

16Dez2018

Louhans, 16.12.2018

 

Right now, I´m sitting in the train (I´ll tell you later where I go) and trying to write this post in English which is getting more difficult with each day I´m in France. It´s been a while so I have a lot to tell.

 

After the holidays I´ve been to Bourg-en-Bresse with a friend of mine and there was a concert in Louhans. It was a concert of a catholic band (my host family is religious) but it was music so I went anyway.

The 11thof November I´ve been to a commemorative ceremony for the victims of the First World War (100thanniversary). This was new for me because it´s not a holiday in Germany. At 11 o´clock the bells ring for 11 minutes straight and after that the mayor puts down a wreath of flowers and gives a little speech. Of course, all the victims died “pour la patrie/pour la France”.

It´s November, it´s getting colder and I´m getting sick. At first it´s just a cold but when I wake up Thursday morning I´m feeling really sick and I´m lead-footed (=meine Beine fühlen sich an, wie Wackelpudding). Well, looks like I have to go to the doctor. The funny thing is that I can´t tell my symptoms in English, only in French! I also don´t really have fever but I still stay at home for 2 days.

Around that time the chaos with the “Gilets jaunes” begins. Already on the first day one woman dies but they continue to demonstrate until now. 

The last weekend of November I´ve been to Dijon with a friend and it was so cool because we shopped a lot of Christmas presents. We also book our weekend trip to Strasbourg in December.

 

The first week of December we had our 2nd(further) training of OFAJ/DFJW (my organization). It takes place near Limoges in an old castle, Château de Ligoure. It was in the middle of nowhere but it was so amazing to see them all again. We had so much to talk about (in German and in French), exchanged our experiences and played a lot of rummy.

We also had a first-aid course in French which was for us Germans pretty difficult because of course we don´t know all these technical terms. But now I know “Stabile Seitenlage” (PLS), “Herzinfakt” (crise cardiaque), “Schlaganfall” (AVC), “Herzdruckmassage” (massage cardiaque), “Blase” (cloque), “Wirbelsäule” (colonne vertébrale), “Speiseröhre” (Œsophage), “Luftröhre” (trachée), “Wunde” (plaie).

Château de Ligoure Foto Credits an Anna aus meiner Seminargruppe Kleiner Zwischenstopp in Paris

 

But let´s talk about school!

It wasn´t long after the end of the holidays that the whole Christmas topic began. I started to make an advent calendar with volunteers from the class of CM2 (in Deutschland 6. Klasse) and with the two classes of kinder garden which was pretty cool.

I also explained the fest of St Nicolas because the kids in France don´t know what that is. Last week I watched “Dinner for one” with the kids and it was so funny.

 The highlight was baking Christmas biscuits with the students of CM2 and 6ème. So cool to do that even though I´m not home in Germany. The biscuits were sold at the Christmas market of the elementary school.

 

Together with the kids of kinder garden we went to a residence for old people and the kids sang the songs they´ve learned in school. I don´t really like these kinds of events but it was still an experience I wouldn´t like to miss. I feel like every day I get to experience something new even if it´s just a very little thing and that makes me so happy.

 

Last Friday (14thDecember) was the “Célebration de Noël” at school. Because my school is catholic it was a lot about god and the birth of Jesus but I had a lot to do with keeping the little kids calm anyway!

 

Now to the whole “writing-this-post-in-the-train” story:

 About a month ago a friend of mine and I booked a trip to Strasbourg for the 15th/16thDecember to visit the famous Christmas market and we were so looking forward to it! Because here in France Christmas markets are very rare.

But then the terrorist attack happened on Tuesday the 11thDecember and suddenly we weren´t sure anymore if it was really a good idea, especially because they hadn´t found the terrorist yet. We concluded that this could happen to us anywhere (even at school) so we decided to go and enjoy our weekend.

So that´s the reason why I´m writing this on the train- because we spent a wonderful weekend in the city of Strasbourg!

 

We arrived at our Air B&B Friday evening after a day of school and 3 hours on the train and went straight to sleep.

 The next day we visited the Christmas market. Although there were many soldiers it was so beautiful with all the Christmas lights, the food and the smell of hot wine (with and without alcohol)! We rode a carrousel, bought Christmas presents, went ice skating, tested the hot wine and ate a lot of food. C´était magnifique!

Jaaa, ich habe mich auf Schlittschuhe getraut! PEACE!!

 

Today as we woke up we couldn´t believe what we saw: SNOW!!!!!

Because we had a bit of time before our train would leave we went to see the European Parliament.

 

It was definitely a good decision to visit Strasbourg and I wish you all

 

JOYEUX NOËL ET BON FIN D´ANNÉE!!!

MERRY CHRISTMAS AND A HAPPY NEW YEAR!!!

FROHE WEIHANCHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!! kiss

 

 

 

 

Vom Reisen und dem Abschied

31Okt2018

31/10/2018 (jaa es ist Halloweensealed)

Heute muss ich ausnahmsweise mal auf deutsch schreiben, um meine Gedanken richtig ausdrücken zu können! Und Vorwarnung: dieser Eintrag könnte ziemlich lang werden.

Lasst mich mit dem letzten Schultag vor den Ferien beginnen:

Traditionell wird hier in der Region vor den Herbstferien der Crosslauf ausgetragen. Die Schüler werden dazu in Gruppen eingeteilt: > CM2/6e/5e Mädchen     4e/3e Mädchen     Lycée Mädchen   (und das ganze natürlich noch für die Jungs).

Zur Erklärung: CM2 ist die letzte Klasse der Grundschule und entspricht bei uns der 5. Klasse. Die 6e ist die 6. Klasse. Die Franzosen zählen die Klassen rückwärts von 6 bis 3 und danach kommt das Lycée. Je nach Klassenstufe mussten sie 1/1,5/2 km rennen. Die Lehrer (und ich) standen an der Strecke, um den Weg zu weisen und anzufeuern. Dabei ist mir aufgefallen (ohne böse klingen zu wollen), dass es hier oder zumindest an meiner Schule mehr unsportliche Schüler gibt. Natürlich gibt es die auch ohne Frage in Deutschland, aber die französischen Schüler haben fast überhaupt keine Zeit, einer Freizeitbeschäftigung nachzugehen, da die Schule bis mindestens 17:00 geht. Aber ich denke, dass lässt sich nicht für alle Franzosen pauschalisieren. 

Nach dem Cross gab es noch die Siegerehrung und dann waren sie da: DIE FERIEN!!!laughingtongue-out

 

Die Wegmarkierungen

 

Gleich am Samstag ging es nach Paris! Ich bin zusammen mit einer Freundin gefahren, die ich durch meine Organisation kennengelernt habe und die ihre Einsatzstelle nur eine Stunde entfernt von mir hat. Insgesamt waren wir bis Freitag Nachmittag in Paris und wir haben so viel erlebt und gesehen, dass ich mein Tagebuch zur Hilfe nehmen muss, um nichts zu vergessen!smile

Direkt am Samstag haben wir uns das Hôtel de Ville und die Pyramide des Louvre angesehen und sind ein wenig durch die Stadt geschlendert. Insgesamt waren wir für die ersten 3 Tage 4 Mädels und danach noch 3! Grüße gehen raus an Lisa, Miriam und Milena (falls ihr das lest), ihr ward ne tolle Reisebegleitung!kiss

Am Sonntag ging es nach Versailles! Das Gebäude ist schon von außen so beeindruckend, dass wir natürlich erstmal Fotos machen mussten!smile Durch die Taschenkontrollen (üblich für Frankreich, selbst im McDonald's wurde kontrolliert) durch, waren wir froh, die Ticktes schon vorher gebucht zu haben, denn die Schlange für Leute ohne Tickets war ewig lang.

Das Spannenste für mich war der Spiegelsaal (wegen Reichsgründung und so) und der war echt beeindruckend. Allgemein wie man so was erbauen konnte!surprised Ludwig der 14. kannte wahrscheinlich nicht einmal sein ganzes Grundstück, so weitläufig wie vor allem die Gärten sind. Die Reichsgründung wurde übrigens nicht mit einem Wort erwähnt!surprised

Nach einer ordentlichen Stärkung beim Inder und Gehetzte zur Metro ging es dann zum Panthéon. Leider waren wir sehr spät dran und hatten nicht mehr viel Zeit, uns alles in Ruhe anzuschauen. Gut, dass ich schon einmal da war!wink

Anschließend ging es noch zu einem bekannten Buchladen namens "Shakespeare & Company". Dort stehen die Bücher bis zur Decke und es gibt nur Bücher auf englisch. Das liegt daran, dass die Besitzer Briten sind. Es war echt komisch, englisch reden zu müssen und ich musste immer kurz überlegen, was ich sagen will, da "oui" und "merci" mittlerweile einfach so rausrutscht, ohne das ich groß darüber nachdenke. Ich habe mir dort zwei Bücher gekauft. Und weil wir schon an dem Tag 17km gelaufen waren, gab es zum Abschluss noch Eis in Rosenform.

Der Spiegelsaal/La Galerie des Glaces Das Panthéon

Das Glück mit dem Wetter war am Montag dann ein bisschen getrübt, denn es war kalt und regnete ein wenig. Nichtsdestotrotz machten wir uns nach typisch französischem Frühstück, bestehend aus Baguette und Cornflakes, auf zum Arc de Triomphe. Mehr als der Bogen an sich beeindruckt mich immer der Kreisverkehr darum. Es gibt gefühlt unendlich viele Spuren, die nicht eingezeichnet sind und jeder hupt wild durcheinander, als würde es davon schneller gehen. Den Stau nutzten wir natürlich, um (wie in Frankreich üblich) bei rot über die Ampel zu gehen.smile

Aufgrund des Wetters hielten wir es oben auf dem Triumphbogen nicht lange aus, aber wir konnten einen ersten Blick auf den Tour Eiffel erhaschen! Danach besichtigten wir noch kurz die Notting Hill Straße Paris- schon komisch plötzlich bunte Häuser in Paris zu sehen.

Nach einer kurzen Aufwärmpause im Hostel ging es dann zum Jardin de Louxembourg, der wirklich schön ist, aber eigentlich nur dazu diente, Zeit totzuschlagen. Denn das eigentliche Ziel lautete: Pizza Populare!

Diese Pizzeria ist so beliebt, dass wir eine halbe Stunde vor Öffnung da waren, um einen Platz zu bekommen! Die ganze Fensterfront ist mit Alkoholflaschen zugestellt und man denkt gar nicht, dass es drin auch was zu essen gibt.laughing Aber das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Pizza war die Beste meines Lebens.

Notting Hill von Paris Notre Dame- unweit von unserem Hostel

Am nächsten Tag hieß es das erste Mal Abschied nehmen. Doch davor räumten wir noch unser Hostelzimmer, besichtigten das Haus von Victor Hugo und den Place de la Bastille (ja genau, da brach die französische Revolution aus)!

Dann mussten wir uns von der lieben Miriram verabschieden und bezogen unser neues Hostel. Nach einer Stärkung in einem coolen Café ging es dann zu Sacré Cœr! Die Kirche ist von innen genau so schön wie von außen und die Aussicht von oben ist noch besser! Man hat einen Blick über die ganze Stadt und es ist wirklich atemberaubend!smile

Jetzt kommen wir zu DER Story unserer Paris Reise: Wir hatten an dem Tag Tickets für "Casse Noisette" (Der Nussknacker) mit dem chinesischen Staatsballett für den darauffolgenden Tag (Mittwoch) gebucht! Unser Abendprogramm stand also fest: Dienstag Eiffelturm (mit vorbestellten Ticktes) und Mittwoch Ballett. Wir waren schon durch die Sicherheitskontrolle am Eiffelturm durch, als man uns freundlich mitteilte, dass auf unseren Ticktes das Datum für Mittwoch steht! Na toll!cry Eiffelturm und Ballett hätten zeitlich nicht hingehauen. Stornieren oder Datum ändern ging auch nicht. Was tun?? Wir konnten ja schließlich nicht die Ballettkarten verfallen lassen! Wir entschlossen uns also dazu, uns an der "Tageskasse" anzustellen, um so sofort auf den Eiffelturm zu kommen. Gesagt, getan: 30 Minuten und etliche Weihnachtslieder später hattten wir unsere Ticktes in der Hand und durften hoch fahren. Und ich sage euch: Es hat sich sowas von gelohnt!!

Unser Plan, den Sonnenuntergang zu sehen, ging zwar nicht auf, aber Paris bei Nacht zu sehen, übertrifft echt alles! Es war einfach nur magnifique! Und zugegebenermaßen (wenn man das so schreibtwink) auch sehr kalt und windig!!

Genau so siehts aus! Die kleine Judith vor dem Eiffelturm Der Moment, wenn man niemandem zum Küssen hat

Nach diesem Tag waren wir einfach nur k.o. und entschlossen uns, den nächsten Tag nicht viel zu machen (außer Lisa, die 3 Museen besuchte!). Wir 2 restlichen machten eine kleine "Shoppingtour" und ruhten uns danach mal so richtig aus, da wir bis dahin jeden Tag bestimmt 15km gelaufen waren.

Abends ging es dann noch einmal zum Tour Eiffel und diesmal dann auch mit unseren richtigen Tickets!smile So haben wir Paris auch bei Tag gesehen.

Anschließend dann endlich ins Ballett! Die Musik spielte das älteste Sinfoneorchester Frankreichs und es tanzte das chinesische Staatsballett. Dementsprechend war der Inhalt ein wenig an die chinesische Kultur angepasst aber auch hier kann ich nur sagen: magnifique!!! Und außerdem war ich stolz wie bolle, dass ich das Programmheft auf Anhieb verstanden habe.laughing

Der nächste Tag war auch schon unser letzter voller Tag in Paris.undecided

Wir besichtigten die "Mur des Je t'aime" und schauten Koreanern beim Fotos machen zu. Eine sehr lustige Angelegenheit.wink 

Danach ging es zum Invalidendom, in dem Napoleon begraben ist. Ich muss schon sagen, für so einen kleinen Mann (wenn man seine Größe betrachtet), ist das Grab echt riesig.wink

Danach wollten wir noch zum Canal Saint-Martin, was sich als Glücksgriff heraus stellte! Denn hier erfuhren wir, dass es in diesem Viertel einen deutschen Tante-Emma-Laden gibt. Unser nächstes Ziel war natürlich klar!! Es war ein Paradies!laughing Stollen, Mohnstollen, Lebkuchen und Lebkuchenhäuser ohne Ende. Zudem Thüringer Klöße (was mein Herz natürlich höher schliegen ließ), Maultaschen,Vollkornbrot, Rittersport, Almdudler und ganz, ganz viel Bier! Selbstverständlich mussten wir hier etwas kaufen.

Wer findet die deutsche Version?

Am Freitag spazierten wir noch ein bisschen durch Montmarte, weil es dort einfach zu viele schöne Häuser gibt. Dann mussten wir uns von Lisa verabschieden und Milena und ich waren nur noch zu zweit.  

Wir holten unser Gepäck im Hostel ab und machten uns auf den Weg zum Bahnhof! In Seurre angekommen mussten auch wir uns verabschieden und unsere Paris Reise war endgültig zu Ende.

Mein Fazit: Paris ist eine wunderschöne Stadt, in der es so viel zu sehen gibt (auch wenn ich London bevorzuge)! Und fahrt unbedingt hin, bevor ihr 25/26 seid, denn da kommt ihr fast überall kostenlos rein oder bekommt zumindest einen Rabatt.

Am Samsag Abend kamen dann meine Mama und meine Oma!laughing Es war so schön, einen Teil seiner Familie hier zu haben! Jetzt bin ich auch mit Weihnachtsgebäck unter Winterpullovern, Mützen und Handschuhen eingedeckt!wink

Am Sonntag hatten wir noch Glück mit dem Wetter und konnten auf dem "Voie Verte" spazieren gehen und ich konnte ihnen meine Schule, die Innenstadt und den Hafen/die Bootsanlegestelle zeigen. Schon am Abend fing es aber an in Strömen zu regnen und am Montag wurde es nicht besser. Trotzdem gingen wir auf den Markt, schließlich ist es der 3. größte Frankreichs.

Am Dienstag ging es dann nach Dijon. Allerdings verdarb uns auch hier das Wetter etwas die Laune und ich brauchte sogar Handschuhe, um nicht zu erfrieren. Auch das mit dem Schuhe kaufen klappte nicht so wie es sollte und jetzt müssen die von Primark wenigstens bis Weihnachten halten!wink Trotz des miesen Wetters war es so schön, Mama und Oma hierzuhaben!kiss Leider mussten sie heute morgen schon wieder fahren.

Seit wann wachsen Kiwis in Westfrankreich? Gute Thüringer Spezialität hier in Louhans

Jetzt sind die Ferien schon fast wieder vorbei und es waren tolle Ferien! Ich werde in den restlichen Tagen noch ein wenig Unterricht planen und eventuell Milena in Seurre besuchen!smile

Noch 2 kleine Anmerkungen:

1. Wenn ihr auf die Bilder klickt, kommt ihr zu den Beschreibungen, die ich bei einigen davon hinzugefügt habe!wink

2. Ich hoffe es ist okay, dass ich auf deutsch geschrieben habe, aber langsam merke ich leider wirklich, dass vor allem das Sprechen in englisch mir schwerer fällt.frown Lesen und Verstehen geht aber noch super. Mal schauen, vielleicht versuche ich es beim nächsten Mal wieder mit englisch?!

A bientôt! (und noch einen schönen Feiertag)

 

One month in France

06Okt2018

Louhans, 06/10/2018

 

Tomorrow it has been a month since I have arrived here in France. I still remember the moment I left the train in Dijon feeling somehow alone but also excited to meet my host family! I had to adjust to so many new things, for example the kisses on the cheek, breakfast without a plate and a new laptop keyboard!wink But above all I had and still have to adjust to a new language! I'm getting better at understanding things and that makes me really happy. But at the same time I'm not as good when it comes to speaking. I'm trying to give myself time because french is a pretty difficult language! I've learned in this month to ask if I don't understand what someone said because the people here are so impressed that I can even speak a bit french that I'm not afraid to ask anymore!

I now have a planned timetable and for most of the day I'm in the "Ecole Maternelle" (kindergarden) which is splitted into 3 groups: Petit Section, Moyen Section and Grand Section. The kids are so so cute and I already love them!smile Here every kid has a personal "workplan" to do every day which is different from Germany! I also think they are a bit too strict with the kids sometimes- I mean they're just children. They're supposed to cry when their parents leave and they're supposed to have bad days and forget the number that comes after 8! In my opinion shouting at them for a mistake is also a bad idea!undecided

I have my own lessons in elementary school and they're so fun because the kids are so interested. They'd love to know everything in german and about Germany all at once it it was possible.laughing

I teached how to say "hello" and how to say their name in german. I presented my country and we heard the national anthem because it was the 3rd of October this week!

Last week on Friday we had a picnic at school! All students and teachers ate outside and they had no class until 3 pm! We don't have that in Germany but I think it's a pretty cool idea! And the weather was so so good that day!!smile

 Last Saturday I visited Dijon!

I saw the Place Darcy, Place de la République, Place de la Liberation and of course "la chouette" (the little owl)! I also went for a shopping tour.wink

Dijon is a really really beautiful city and I have to come back. I'm also trying to get tickets for the match Dijon-PSG!surprised That would be a dream!!!

Right now I'm trying to figure out my holidays! Me and 3 friends want to go to Paris so we're trying to find a place to stay which is harder than expcted.undecided But I'm optimistic and I think we will book something this weekend. I've already been to Paris 4 years ago so I'm probably not going to do the Louvre again but I really want to see Versailles (Yeah I like history and this is an important building, don't judge me)!smile

Also is my mum coming for 4 days when I have holidays!laughing I know that some people say that this a bad idea because you just adjusted to a new place and then your family comes. But I just need some clothes for the winter and also christmas stuff that you can't buy here In France.wink I also want my mum to see that my host family is good and that she doesn't have to worry about me (which she does anyway).

That's it for the moment!kiss I don't know when I will write again but maybe when the Paris trip is over. I hope my english isn't getting worse!wink

À bientôt!

Start of a new life

16Sept2018

Louhans, 16/09/18

My first week here in Louhans,France is over. I won't lie - it was pretty hard and I think it won't be easy for the next couple of weeks. The language is still hard to understand because everybody speaks very fast but it's getting better. My host family tries to speak slowly which is very helpful.

On Monday was my fist day at the school (Collège Notre-Dame) and I met all of my colleges and also the principal. They are all very nice. My tutor speaks german and she had to translate a lot for me and still does it sometimes. They showed me the school but it will take some time until I remember where everything is.laughing I visited my first german lesson on this day and the students were very impressed by my german skills!wink The rest of the week I was at the kindergarden (Ecole maternelle) and the children are so damn sweet!!laughing The school in France ends very late (4/5 pm) but not on Wednesday. On this day school ends at 12. Which is why Wednesday is already my favourite day of the week!!

On Monday, Tuesday and Thursday I sleep in a room in the school together with other students who can't go home in the week. Next Tuesday is the first meeting of the school choir, let's see how this goes.

 

Yesterday we went to Cuiseaux which is a village not so far away from Louhans. It's pretty cute there! In the evening I went to a group meeting of young catholics with my host sisters but I don't think I will go again because it's just too much prayers and stuff.

 

Today I went to Lyon! And I have to say it's a very very beautiful city!!

I visited Le Parc de la Tête d'Or, which is a big parc with lots of flowers, a big lake and a zoo, and I went to Vieux Lyon (old Lyon). There was a dance festival so it was crowded but it was so gorgeous! And I had a very beautiful view over the city. I will probably go back to find the statue of Antoine de Saint-Exupery and the little Prince!

A bientôt!

 

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.